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Countdown bis zum Camp

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Feriencamps in Zeischa komplett ausgebucht

Eine unvergessliche Ferienwoche Zeischa.

Auch wenn der Himmel an diesem Tag grau und trüb war, ließen sich die 32 Kinder und drei Betreuer des Feriencamps in Zeischa nicht die gute Laune verderben. Trotz des morgendlichen Regens aßen alle auf überdachten Bänken an der frischen Luft. «Die Woche war so abwechslungsreich und spannend, da stört der Regenguss nur geringfügig» , sagte Michael Kunert, ein Betreuer des Feriencamps. Der 26-jährige Student ist schon das dritte Jahr als ehrenamtlicher Betreuer im Zeischaer Ferienlager dabei. Organisiert wird das Camp seit knapp acht Jahren vom Elsterdom in Elsterwerda. In diesem Jahr stand Tauchen, Schlauchboot fahren, Survivaltraining und eine Seewanderung auf dem Wochenprogramm. Außerdem veranstaltete die Polizei einen Fahrradparcours und zeigte den Kindern im Alter zwischen acht bis 13 Jahren, wie zu schnell fahrende Autos per Laser erfasst werden. Die Teilnehmer reisten für das Ferienlager in Zeischa vom 10. bis 16. August teilweise sogar aus Sachsen und Baden-Württemberg an.
Da alle vier organisierten Camps restlos ausgebucht seien, überlege man nun, im nächsten Jahr sogar bis zu sechs Feriencamps zu veranstalten. Bestens versorgt sind die Kinder jedenfalls: Das Frühstück und Abendbrot wird in der eigenen Küche zubereitet und das Mittagessen von einem Essenservice geliefert. Auch in den Abendstunden bietet man den Kindern ein breites Beschäftigungsfeld. Zum Beispiel konnte am Lagerfeuer Knüppelbrot gebacken und gegessen werden oder es wurde ein Freilichtkino für alle veranstaltet. Aber auch die guten alten Brett- und Kartenspiele wurden von den Kids nicht verachtet. «Besonders Schach ist der Renner» , erklärte Betreuerin Kerstin Riedel. An einem Abend ging es sogar auf eine gruselige Nachtwanderung. «Die fand ich am besten» , so Theo Franke, der mit acht Jahren der jüngste Teilnehmer des Camps war. Baden wollten die Kinder jeden Tag. Die Jüngeren blieben im flacheren Bereich bei der Rutsche, während sich die älteren Kinder bis zu einer im tieferen Wasser befindlichen Schwimminsel vorwagten.

Dieser schwimmende Ponton war ein wahrer Magnet für die Wasserratten. «Ich konnte hier sogar meine Schwimmstufe in Bronze machen und durfte dann mit zur Schwimminsel raus» , erzählte Eric Lenz. Das Schwimmabzeichen erhielt er, als die DLRG im Camp war. Nach dieser Woche freuten sich fast alle Kinder wieder auf ihr Zuhause. Nur Stefanie Killig, Maja Borchert und Maria Pabst, die mit ihren Streichen den Betreuern besonders in Erinnerung bleiben werden, sagten, dass sie sich durchaus vorstellen könnten, noch eine Woche hier zu bleiben. Am Ende waren sich dann aber alle einig: Wiederkommen wolle jeder gern.

lr-online.de 18.08.08